Die CSV für ein günstiges Bauen in Bartringen !

Wie allgemein bekannt hat sich die CSV Bartringen bereits in ihrem Wahlprogramm 2005 für das Angebot eines erschwinglichen  Wohnungsbaus ausgesprochen. Deshalb haben wir CSV-Ratsmitglieder für das Projekt „Rilspert“ gestimmt. Das heißt nicht, dass das vom Schöffenrat vorgestellte Projekt all unseren Vorstellungen entspricht. Wir wollen  aktiv am Ball bleiben und unsere Sicht der Dinge mit in die Diskussion bringen.

Der Kauf  dieser Grundstücke durch die Gemeinde war eine gute Idee, doch mussten davon 25,5 Ar an Baumeister abgegeben werden.  Die Gründe hierfür sind wohlbekannt! Der Wert dieses Teilstücks beläuft sich auf  1´500´000.- €. Dankend gibt Baumeister von ´seinem Grundstück´ wieder für Grünflächen an die Gemeinde zurück. Wer die Infrastruktur (Zugangswege,  Wasser- und  Kanalanschluss, Strom  usw) nun bezahlt, müsste genauer unter die Lupe genommen werden. In der neuen Siedlung „Rilspert“ wird eine sehr begrünte, mit zwei  Wasserflächen  aufgelockerte Wohnlandschaft entstehen. Wir begrüßen, dass man eine hohe Wohnqualität anstrebt, nur zu welchem Preis?   Nur 23 Wohneinheiten und die noch zu entwerfenden Wohnblöcke sind eigentlich bloß ein Tropfen  auf den heißen Stein, dazu sind direkt anschließend  an die ausgewiesenen Grundstücke ausgedehnte Grünflächen vorhanden. Teuer werden die Wohneinheiten also werden. Wie teuer, ist eine gute Frage! Leider liegt uns kein einziger Entwurf des Architekten vor, wie so ein Haus aussehen soll.  Nur der vom Architekten vorgeschlagene Häusertyp darf gebaut werden,  nur seine vorgeschriebenen Materialien können eingesetzt werden.  Die Keller von einem Häuserblock (zwei oder drei Häuser) müssen zeitgleich gebaut werden, eine freie Wahl der Baufirma für diesen Teil des Hauses ist also nicht möglich. Kann  nun ein Bauunternehmen auf dem Keller eines anderen weiterbauen?  Das Unternehmen, welches den Keller gebaut hat und bereits auf der Baustelle eingerichtet ist, hat somit einen nicht zu vernachlässigenden Preisvorteil. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Kellerbodenplatten und die Kellerwände schalltechnisch ausreichend isoliert werden oder ob bloß die billige Lösung ohne Schallschutz zum Tragen kommt? Hierzu liegen keine Angaben vor.

Haben wir aus den Erfahrungen in  Eechels nichts gelernt? Bei jungen Familien, die wir hier gerne sehen würden, ändert sich die Familienstruktur schnell,  Kinder werden geboren, Anpassungen sind gefragt. In dem jetzt vorliegenden Projekt ist eine Flexibilität bereits beim Konzept wie auch für die nächsten 10 Jahre nicht möglich,  schade!

Wir von der CSV hätten eine dichtere und damit preiswertere Bauweise geplant und ein offeneres Konzept mit mehr Freiraum zum Gestalten vorgeschlagen,  freie Wahl des Architekten und des Unternehmers,  möglichst eine Kombination aus  jungem und altengerechtem Wohnen.

Für viele ist es bereits zu spät: Viele bisher im Ort aktive junge Leute sind bereits in benachbarte Gemeinden, ins Ösling oder sogar in den Trierer Raum gezogen, weil sie nicht mehr damit rechnen konnten, hier in ihrem Heimatort ein Bauprojekt realisieren zu können.

 

Carlo Lux

Carlo Lux